Als Narziss sein Spiegelbild im Wasser einer idyllisch gelegenen Quelle sah, verliebte er sich in dieses Bild, ohne zu erkennen, daß es nur eine Widerspiegelung seiner selbst war. Der schöne Jüngling der griechischen Mythologie, Sohn des Flussgottes Kephissos und der Wassernymphe Leiriope hätte eine wahre Freude gehabt, hier am Frillensee sein Spiegelbild zu sehen.
Wir haben uns die Zeit genommen, die die Natur auf dem Weg zum Frillensee uns bot. Ein Erlebnispfad führt in einen wunderschönen wilden und mystischen Wald.
Hinter dem Zwergentor zeigt sich das Innere der Erde.
Eine kleine Tür mit Blick in die Welt des Waldbodens. Wieviel Leben mag dieser Waldboden beheimaten?
Ein sehr besinnlicher Ort, der einlädt, all die Geräusche des Waldes, das Rascheln der Laubes, das Fliessen des Wassers aus einem nahen Bach und auch das Singen der Vögel wahrzunehmen.
Das Ziel unserer Wanderung ist erreicht: der Frillensee, ein wahrlich beeindruckender kleiner Bergsee. Das Wasser grün-blau, gegenüber mächtige Felswände und die Spitze des Hochstaufen. Hier verneigt man sich nur zu gern vor der Natur. Über Holzstege gelangt man durchs Moor und rund um den See.
Der angeblich kälteste See Mitteleuropas.
Oft schon im November zugeforen, fanden hier in den 1950er und 60er Jahren Eislaufmeisterschaften statt. Wie gut, daß die Veranstaltungen dann ins Eislaufzentrum verlegt wurden und der See wieder die Stille und Schönheit zurückgewonnen hat.
